MPE – ANFORDERUNG, AUFGABEN, VERFÜGBARKEIT 

 

In Umsetzung der Richtlinie 2013/59/Euratom soll der Medizinphysik-Experte im Bereich der Computertomographie, der interventionellen fluoroskopischen Verfahren und der nuklearmedizinischen Diagnostik in Zusammenarbeit und Abstimmung mit den fachkundigen Ärzten und dem in der technischen Durchführung eingebundenen Personal die Etablierung und Anwendung sinnvoller und optimierter Untersuchungsprotokolle vornehmen. Dabei ist die Strahlenexposition des Patienten so gering zu halten, wie dies zur Gewinnung der benötigten medizinischen Informationen sinnvoll möglich ist.

 

Das geltende StrSchG (Strahlenschutzgesetz) definiert den MPE in §5 Pkt. 24: „Person mit Masterabschluss in medizinischer Physik oder eine in medizinischer Physik gleichwertig ausgebildete Person mit Hochschulabschluss, die jeweils die erforderliche Fachkunde im Strahlenschutz besitzt“

 

 

Die Tätigkeit des MPE in einer nuklearmedizinischen Praxis und in kleineren Krankenhäusern ohne Therapiestation hat im Wesentlichen beratenden Charakter. Sie soll den fachkundigen Arzt und die technisch Mitwirkenden dabei unterstützen, den Strahlenschutz für Patienten und Personal im Rahmen der apparativen und organisatorischen Gegebenheiten zu optimieren.

 

Die Beratung soll darauf ausgerichtet sein, nach einer initialen Optimierung der Prozeduren diese in einen kontinuierlichen Prozess zu überführen, der den Strahlenschutz bei medizinischen Expositionen auf dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik hält.

 

Der zeitliche Aufwand hierfür variiert je nach dem vereinbarten Umfang der Tätigkeit. Er wird zu Beginn höher sein.

Sofern keine besonderen Tätigkeiten vereinbart werden, kann von einem Zeitbedarf von 4 Stunden im Monat oder 50 Stunden im Jahr ausgegangen werden.

 

  

Die Tätigkeit des MPE in einer radiologischen Praxis und in kleineren Krankenhäusern, die nicht über einen hauptamtlichen MPE und nur über wenige Geräte verfügen, kann über Konsultationsverträge eines in der Region tätigen MPE erfolgen.

 

Der zeitliche Aufwand hierfür variiert je nach dem vereinbarten Umfang der Tätigkeit. Er wird zu Beginn höher sein.

Sofern keine besonderen Tätigkeiten vereinbart werden, kann von einem Zeitbedarf von 0,06 Vollzeitstelle (9,6Std/Monat) pro Computertomograph, 0,08 Vollzeitstelle (12,8 Std/Monat) pro Angiographieanlage und 0,03 Vollzeitstelle (4,8 Std/Monat) pro Standardgerät ausgegangen werden.